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Großstadt

Beispiel-Auswertung

Fiktive Kommune und Selbsteinschätzung — Kennzahlen aus echten Kommunaldaten

Quick-Check · Auswertung

Wappen Großstadt

Großstadt, Beispiel

Nordrhein-Westfalen · 631.217 Einwohner:innen · Analyse vom 18. Mai 2026 · Gesamte Kommunalverwaltung

Gesamt-Score

3.3 / 5

Ausbaufähig

Gut zu wissen: Ihr Ergebnis ist öffentlich nicht auffindbar — auch nicht über Google. Nur wer diesen Link kennt, kann das Dashboard sehen. Wer den Link von Ihnen erhält, kann ihn allerdings ansehen und weitergeben — teilen Sie ihn also bewusst.

Grundlagen dieser Auswertung

Dieser Quick-Check wurde mit Blick auf die gesamte Kommunalverwaltung durchgeführt. Als aktuelles Thema für diesen Quick-Check steht der Ausbau des KI-Einsatzes zur Steigerung der Verwaltungseffizienz im Fokus. Auf dieser Grundlage entsteht die folgende Auswertung.

Einige wichtige Kennzahlen

Daten zu Ihrer Kommune

Hier finden Sie beispielhaft einige zentrale Kennzahlen als Einstieg in die Datenlage Ihrer Kommune. Öffentlich verfügbar sind weit mehr Indikatoren — von Demografie und Finanzen bis Bildung, Mobilität und Klima —, die Sie für eigene Analysen direkt nutzen können.

Demografietyp 7Großstädte und Hochschulstandorte mit heterogener sozioökonomischer DynamikJede Kommune ist anders und doch gibt es Gemeinsamkeiten: in der demografischen Entwicklung, in der sozialen und wirtschaftlichen Ausgangslage oder im regionalen Umfeld. Elf Demografietypen führen Städte und Gemeinden auf der Basis von ähnlichen Kennzahlenausprägungen in Gruppen zusammen. Je Typ werden Herausforderungen, Potenziale und konkrete Handlungsansätze beschrieben. Mehr erfahren →

Einwohner:innen

Gesamtbevölkerung zum 31.12. des angegebenen Jahres.
631.217

Entwicklung 5 J.

Bevölkerungsentwicklung über die zurückliegenden 5 Jahre in Prozent.
1.9 %

Medianalter

Das Medianalter teilt die Bevölkerung in zwei gleich große Hälften — eine jüngere und eine ältere.
41.8

Steuern / Kopf

Steuereinnahmen der Kommune je Einwohner:in, gemittelt über 4 Jahre. Indikator für die fiskalische Handlungsfähigkeit.
2.896 €

Verschuldung / Kopf

Schulden im kommunalen Kernhaushalt je Einwohner:in. Hohe Verschuldung schränkt den kommunalen Handlungsspielraum ein.
547 €

Personalkosten / Kopf

Personalausgaben der Kommune je Einwohner:in.
1.296 €

Beschäftigungsquote

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) im Alter 15–64 an der gleichaltrigen Bevölkerung am Wohnort.
61.8 %

SGB-II-Quote

Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter, die Leistungen nach SGB II (Bürgergeld) beziehen.
10.2 %

Arbeitsplatzzentralität

Verhältnis der am Arbeitsort beschäftigten SvB zu den am Wohnort ansässigen SvB. Ein Wert > 1 bedeutet: Mehr Beschäftigte arbeiten in der Kommune als dort wohnen (Einpendler-Überschuss). Ein Wert < 1 zeigt, dass mehr Beschäftigte auspendeln.
1.7

Digitalisierung

Verfügbarkeit von Online-Diensten nach Verwaltungsebene

Bundesweit

885

Online-Dienste · aktiv

Landesweit

827

Online-Dienste · aktiv

Kreisweit

257

Online-Dienste · aktiv

Kommunal

0

Online-Dienste · aktiv

Quelle: Dashboard Digitale Verwaltung (Bund). Gezählt werden aktive Online-Dienste je Verwaltungsebene. Die Datenvollständigkeit variiert nach Bundesland – nicht alle Länder melden landesweite und kommunale Dienste vollständig.Dashboard Digitale Verwaltung

Die formalen Grundlagen

Ergebnis: Lücken in den Grundlagen

3Vorhanden
5Teilweise vorhanden
1Nicht nutzbar

Mehrere zentrale Arbeits- und Steuerungsgrundlagen fehlen. Abhängigkeit von informellem Wissen. Transparenz, Steuerung, Übergaben und Digitalisierung sind damit schwierig.

Klassische Situation: vieles läuft über implizites Wissen einzelner Personen oder Organisationseinheiten. Festigen Sie die formalen Grunglagen, bevor Sie in Optimierungs- und Veränderungsprojekte einsteigen. Insbesondere externe geführte Projekte können sonst unverhältnismäßig teuer werden.

Ihre Dokumenten-Checkliste— hier klicken zum Aufklappen
  • Stellen- und Besetzungsplan
  • Organigramm und Aufgabengliederungsplan
  • Arbeitsplatz- / AufgabenbeschreibungenFehlende Aufgabenbeschreibungen erhöhen das Risiko von Wissensverlusten und unklaren Verantwortlichkeiten – vor allem bei Fluktuation oder Übergaben.
  • ProzessregisterOhne Prozessregister fehlt die strukturelle Grundlage für strategisches Prozessmanagement und systematische Aufgabenkritik bzw. Digitalisierung. Priorisierung und Effizienzpotenziale können nicht datenbasiert identifiziert werden.
  • Prozessbeschreibungen der KernaufgabenFehlende Prozessbeschreibungen machen die Organisation abhängig von implizitem Wissen einzelner Personen. Bei Fluktuation, Krankheit oder Reorganisation entstehen so vermeidbare Risiken.
  • Dokumentierte Ziele & Prioritäten
  • ProjektübersichtOhne Gesamtübersicht über laufende Vorhaben entsteht ein relevantes Steuerungsrisiko: Folge kann sein: Überlastung, Doppelarbeit und fehlende Priorisierung. Ein weiteres Projekt muss sich in das Gesamtportfolio einreihen können.
  • Fachaufsichtskonzept & KennzahlenOhne steuerungsrelevante Kennzahlen und Fachaufsichtskonzept ist eine faktenbasierte Steuerung kaum möglich. Qualität und Effizienz sind dann persönliche und individuelle Einschätzungssache von Führungskräften.
  • FührungsleitbildOhne geteilte Führungsgrundsätze bleibt Führungskultur dem Zufall überlassen und kann nicht gemeinsam gelegt werden. Das erzeugt inkonsistentes Erleben der Führungskultur von Mitarbeitenden und erschwert jede gemeinsame Veränderung, da es keine Leitplanken gibt, auf die man sich verlassen kann.

Selbsteinschätzung

Die 6 Dimensionen auf einen Blick

?????Strategie4.0Organisation3.0Kompetenzen3.0Technik4.3Wirtschaftlichkeit2.7Recht3.0

KI-Analyse

Selbsteinschätzung

Erstellt

Gesamteinschätzung

Die Großstadt verfügt mit klaren Zielen, einem gemeinsamen Führungsverständnis und einer vergleichsweise starken technischen Basis über brauchbare Ausgangsbedingungen. Gleichzeitig zeigen Organisation, Projektsteuerung, Ressourcenpriorisierung und Teile der Rechts- und Veränderungsklärung deutliche Lücken, sodass gute Ansätze im Alltag noch nicht ausreichend in Wirkung übersetzt werden. Für eine Kommune dieser Größe und Dynamik ist das vor allem dann relevant, wenn KI nicht nur punktuell helfen, sondern verlässlich entlasten soll.

Einordnung der Ankerdimensionen

Strategie & Steuerung
Ziele und Führungsverständnis sind erkennbar vorhanden; die strategische Ausrichtung wirkt aber noch nicht konsequent mit Ressourcen und Entscheidungen verknüpft.
Organisation & Prozesse
Der Alltag an Schnittstellen funktioniert überwiegend, aber Projekte starten zu oft ohne saubere Klärung von Zielen, Rollen, Meilensteinen und Ressourcen; Prozessgrundlagen sind nur teilweise belastbar.

Zusammengenommen ist die Richtung vorhanden, die Umsetzungsfähigkeit aber noch nicht ausreichend abgesichert. Ohne klarere Prozess-, Projekt- und Ressourcensteuerung bleibt auch ein sinnvoller KI-Einsatz eher punktuell als steuerungswirksam.

Zentrale Auffälligkeiten

  • Strategische Ziele sind vergleichsweise klar, werden aber noch nicht ausreichend in eine systematische Priorisierung von Finanz- und Personalressourcen übersetzt.
  • Die Schnittstellen im Alltag wirken stabiler als die Projektlogik: Neue Vorhaben starten teils ohne verbindliche Klärung von Zielen, Rollen und Ressourcen.
  • Formale Grundlagen sind vorhanden, wirken aber nur teilweise in die Praxis hinein; besonders das fehlende Fachaufsichtskonzept und die fehlenden Kennzahlen begrenzen Steuerbarkeit.
  • Die Transparenz über Veränderungskapazitäten, Kompetenzaufbau und rechtliche Klärungszeiten ist zu gering, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Transparenzlücken

Die auffälligen „weiß nicht“-Anteile in Kompetenzen & Change sowie in Recht & Regulatorik sprechen dafür, dass Führung nicht überall ausreichend Einblick in Belastung, Lernstand, Kultur und Klärungszeiten hat. In Organisation & Prozesse deutet die Lücke bei der Projektsteuerung darauf hin, dass Vorhaben nicht durchgängig standardisiert vorbereitet und begleitet werden. Für eine große, heterogene Verwaltung ist das ein Hinweis darauf, dass Steuerungsinformationen, Dokumentation und Rückmeldeschleifen noch nicht überall so sichtbar sind, wie es für verlässliche Führung nötig wäre.

Hypothesen zum Reifegrad

  • Die Ergebnisse legen nahe, dass die Verwaltung strategisch grundsätzlich ausgerichtet ist, operative Prioritäten und Ressourcen aber noch nicht konsequent daran gekoppelt sind.
  • Es spricht vieles dafür, dass KI- und Digitalisierungsimpulse aktuell nur begrenzt skalieren würden, weil Prozess- und Projektgovernance die Umsetzung noch ausbremsen.
  • Ein wahrscheinliches Muster ist, dass fehlende Kennzahlen, unklare Kapazitätslagen und nicht systematisch gemessene Rechtsklärungen zu Verzögerungen und informeller Steuerung führen.

KI-Empfehlungen

Handlungsempfehlungen

Strukturelle Entwicklungsfelder

Fachaufsicht und Kennzahlensteuerung aufbauen

Für die wichtigsten Leistungsbereiche sollten wenige, belastbare Kennzahlen und klare Fachaufsichtslogiken etabliert werden. Erst wenn Leistung, Qualität und Aufwand regelmäßig sichtbar sind, kann Ressourceneinsatz nachvollziehbar gesteuert werden.

Prozessmanagement als Daueraufgabe verankern

Kernprozesse, Schnittstellen und Zuständigkeiten sollten nicht nur dokumentiert, sondern auch regelmäßig überprüft und gepflegt werden. Das erhöht Vertretbarkeit, Qualität und die Fähigkeit, Digitalisierung und KI auf tragfähige Abläufe aufzusetzen.

Führungs- und Veränderungskompetenz gezielt stärken

Führungskräfte brauchen mehr Zeit, Instrumente und Routinen für Veränderung, Priorisierung und Kulturarbeit. Parallel sollte der Kompetenzaufbau der Mitarbeitenden für digitale und KI-gestützte Arbeitsweisen systematisch geplant werden.

Strategische Priorität

Vorrangig sollte die Verwaltung die Steuerungs- und Umsetzungsbasis schärfen, bevor KI breit ausgerollt wird. Entscheidend ist die verbindliche Verknüpfung von Zielen, Prioritäten, Ressourcen und den wichtigsten Kernprozessen. KI sollte dann gezielt dort starten, wo Prozesse, Zuständigkeiten und Erfolgskriterien bereits klar genug sind.

Top 3 konkrete Handlungsempfehlungen

Empfehlung 1Kurzfristig

Steuerungskreis für Prioritäten und KI-Use-Cases einrichten

Ziel
Eine gemeinsame Führungs- und Prioritätenlogik für die wichtigsten Vorhaben der Gesamtverwaltung schaffen.
Begründung
Die strategische Richtung ist vorhanden, aber die Kopplung an operative Prioritäten und Ressourcen ist noch zu schwach. Gerade für den KI-Ausbau braucht es eine kleine, handlungsfähige Führungsrunde, die Vorhaben bündelt und klare Entscheidungen vorbereitet.
Erster Schritt
Ein Steuerungskreis aus Verwaltungsspitze, Organisation, IT, Personal und Finanzen benennt innerhalb von vier Wochen 3 bis 5 priorisierte Kernprozesse und entscheidet, wo KI einen messbaren Nutzen bringen soll.
Erwarteter Nutzen
Mehr Klarheit über Reihenfolge, Zuständigkeiten und Nutzen; weniger Parallelinitiativen; höhere Akzeptanz im Führungskreis.
Empfehlung 2Kurzfristig

Projekt- und Prozessstart verbindlich standardisieren

Ziel
Sicherstellen, dass neue Vorhaben nur mit geklärten Zielen, Rollen, Meilensteinen, Ressourcen und Rechtsfragen starten.
Begründung
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Lücke bei der Projektgovernance, obwohl Schnittstellen im Alltag insgesamt recht stabil wirken. Ohne verbindliche Startlogik entstehen leicht Unklarheiten, Verzögerungen und Zusatzaufwand.
Erster Schritt
Für alle neuen Projekte wird eine kurze Pflichtvorlage eingeführt, die Ziel, Auftrag, Verantwortliche, Zeitplan, Ressourcen, Datennutzung und Rechtsprüfung vor Start dokumentiert.
Erwarteter Nutzen
Weniger Projektnebel, bessere Nachvollziehbarkeit und deutlich geringeres Risiko von Verzögerungen oder Doppelarbeit.
Empfehlung 3Mittelfristig

KI-Pilot an einem dokumentierten Kernprozess aufsetzen

Ziel
Einen realistischen, rechtlich geklärten und messbaren KI-Einsatz in einem internen Prozess erproben.
Begründung
Die technische Basis ist vergleichsweise gut, aber die Organisations- und Ressourcensteuerung ist noch nicht überall tragfähig genug für einen breiten Rollout. Ein fokussierter Pilot schafft konkrete Erfahrung und vermeidet, dass KI als isoliertes Technikprojekt verpufft.
Erster Schritt
Einen einzelnen, häufigen Backoffice-Prozess auswählen, Prozessschritte und Datenlage prüfen, Datenschutz und Rechtsfragen klären und vorab einen einfachen Vorher-Nachher-Vergleich definieren.
Erwarteter Nutzen
Schnell sichtbarer Nutzen, belastbare Lernerfahrung und ein nachvollziehbarer Maßstab für spätere Ausweitung.

Hinweise zur Umsetzung

Die Umsetzung sollte durch eine kleine, klar benannte Steuerungsgruppe geführt werden, die monatlich berichtet und quartalsweise priorisiert. Neue Vorhaben sollten nur mit definiertem Auftrag, Ressourcenklärung und Rechtscheck in die Linie gegeben werden. Wichtig ist außerdem die Verknüpfung mit Haushalt, Stellenplan und mittelfristiger Priorisierung, damit Steuerung nicht neben der regulären Arbeit läuft. Die Verwaltungsspitze sollte die Prioritäten sichtbar vertreten und die Führungskräfte verbindlich einbinden.

Für die Verwaltungsspitze

Die Verwaltung hat eine brauchbare strategische Ausgangslage und gute technische Voraussetzungen, aber die operative Steuerung ist noch nicht robust genug. Wenn KI wirklich Effizienz bringen soll, müssen zuerst Prioritäten, Projektregeln, Kennzahlen und Zuständigkeiten verbindlich geklärt werden. Mit dieser Basis kann KI gezielt entlasten; ohne sie bleibt der Effekt voraussichtlich punktuell.

Quick Wins

Nächste Schritte

30-Tage-Klärung der Top-Projekte

Innerhalb eines Monats die wichtigsten laufenden Vorhaben mit Ziel, Verantwortlichen, Meilenstein und Ressourceneinsatz auf einer Seite erfassen. Das schafft sofort mehr Übersicht und reduziert unklare Parallelarbeiten.

Einfaches Steuerungsboard für Führung und Projekte

Ein monatliches Board mit wenigen Kennzahlen zu Projektstatus, offenen Rechtsfragen, Kapazitäten und Prioritäten einführen. So werden Engpässe früh sichtbar und Besprechungen können stärker entscheidungsorientiert geführt werden.

KI-geeignete Tätigkeiten in einem Bereich sammeln

Mitarbeitende und Führungskräfte benennen kurzfristig Prozesse, in denen KI entlasten könnte, etwa bei Textprüfung, Wissenssuche oder Vorstrukturierung von Vorgängen. Daraus lässt sich schnell ein realistischer Pilot auswählen.

71

Bisher durchgeführte Quick-Checks

15

Priorisierungsgespräche

4,5

Bewertung · 15 Stimmen

Kostenloses Gespräch zum Quick-Check · 30 Min.

Ihr nächster Schritt

Lassen Sie uns gemeinsam auf Ihre Ergebnisse schauen. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und möchten alle Ihre Fragen klären. Wir schauen auf Benchmarks, Herausforderungen und bei Bedarf priorisieren wir gemeinsam Ihre Handlungsfelder.